Achtung: Namensgleichheit!

Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS)

Die Aufgaben des MDS sind: Er berät den Spitzenverband Bund in allen medizinischen und pflegerischen Fragen, die diesem qua Gesetz zugewiesen sind. Außerdem koordiniert und fördert der MDS die Durchführung der Aufgaben und die Zusammenarbeit der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) in medizinischen und organisatorischen Fragen.

Auf das GKV-WSG geht auch die Gründung des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen als zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Krankenversicherung zurück. Ihm gehören alle gesetzlichen Krankenkassen an.

Mitglieder des MDS e.V.

Allein entscheidungsbefugtes Mitglied gemäß § 282 SGB V ist der Spitzenverband Bund der Krankenkassen.

Die Rechtsnachfolger der bisherigen Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen

  • der AOK-Bundesverband
  • der BKK Bundesverband
  • der IKK e.V.
  • der Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung
  • die Knappschaft
  • der vdek - Verband der Ersatzkassen e.V.

gehören dem Verein als fördernde Mitglieder an und werden auch künftig seine gesundheitspolitische Ausrichtung mitgestalten. Darüber hinaus können die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung dem MDS als fördernde Mitglieder beitreten.

Der MDS wurde am 18. Oktober 1989 als Arbeitsgemeinschaft "Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen" nach § 282 SGB V mit Sitz in Essen gegründet.

Finanzierung

Der MDS wird vom Spitzenverband Bund der Krankenkassen finanziert. Die fördernden Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag von 5.000,- Euro.

 


Meldung vom 8. Juni 2010:

Der langjährige Leitende Arzt und stellvertretende Geschäftsführer des MDS, Prof. Dr. Jürgen Windeler (53), wird neuer Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln. Das hat der Vorstand der Stiftung in seiner heutigen Sitzung einstimmig beschlossen.

Der Klinische Epidemiologe Windeler hat seit 1999 den Fachbereich Evidenzbasierte Medizin beim MDS aufgebaut und zu einem kompetenten Beratungszentrum gemacht. 2004 wurde er zum Leitenden Arzt und stellvertretenden Geschäftsführer gewählt. Neben den Arbeiten zur Bewertung therapeutischer und diagnostischer Verfahren gehörten die sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) zu seinen Arbeitsschwerpunkten. Außerdem war er an der Erarbeitung der zweiten »Positivliste« für Arzneimittel beteiligt. Von 2005 bis 2007 hatte er den Vorsitz des Deutschen Netzwerks Evidenz-basierte Medizin (DNEbM) inne.

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