Die Blutzellen

Die verschiedenen Typen von Blutzellen


Die verschiedenen Typen von Blutzellen werden alle im schwammartigen Gewebe im Innern der großen Körperknochen, dem Knochenmark gebildet.

Als die drei Haupttypen dieser Zellen gelten die Erythrozyten, die Leukozyten und die Thrombozyten.

Erythrozyten

 Die roten Blutzellen werden auch Erythrozyten genannt. Sie enthalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, der in der Lage ist, Sauerstoff zu binden und diesen dann in die unterschiedlichen Gewebe und Organe des Körpers zu transportieren und dort wieder abzugeben. Menschen, die an einer Blutarmut (Anämie) leiden, haben zu wenige rote Blutzellen, um ihren Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Mit einem Blutbild kann eine Anämie nachgewiesen werden. Hierzu bestimmt man das Hämoglobin, also die Menge des Blutfarbstoffs, in Gramm pro Deziliter Blut (g/dl). Dieser Wert sollte zwischen 12 und 16 liegen, bei Frauen etwas niedriger als bei Männern.

Leukozyten

Die weißen Blutzellen, die Leukozyten, sind ein Teil des Immunsystems. In einem gesunden Körper gibt es davon ca. 4.300 – 10.000 pro Mikroliter (μl) Blut. Man unterscheidet drei Haupttypen: die Granulozyten, die Monozyten und die Lymphozyten.
Monozyten und Granulozyten »fressen« Bakterien und machen sie dadurch unschädlich. Die so genannte unspezifische Immunantwort ist bei einem Mangel dieser Zellen beeinträchtigt.

Thrombozyten

Die Blutplättchen oder auch Thrombozyten sind wichtig für die erste Phase der Gerinnung des Blutes nach Verletzungen. Sie stoppen eine Blutung, indem sie miteinander »verkleben« und so die Wunde mit einem Pfropf (Thrombus) verschließen.

Dazu tragen auch bestimmte Eiweiße im Blut (sog. Gerinnungsfaktoren) bei. 150.000 bis 300.000 Blutplättchen pro Mikroliter (μl) Blut sind der Normalfall. Weniger als 20.000 / μl stellen einen wichtigen Grenzwert dar. Wird dieser unterschritten, liegt ein schwerer Mangel an Blutplättchen vor (Thrombozytopenie), der zu bedrohlichen Blutungen führen kann.

Blutzellen haben nur eine beschränkte Lebensdauer. Sie müssen ständig neu gebildet werden, damit immer genügend funktionsfähige Zellen vorhanden sind.

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