Blutbild

Wie werden die myelodysplastischen Syndrome diagnostiziert?

Die benannten Symptome der MDS sind nicht spezifisch und können daher auf vielerlei verschiedene Befindlichkeitsstörungen oder schwerwiegende Krankheiten hindeuten. Eine genaue Diagnose kann nur durch eine differenzierte Untersuchung des Blutes sowie des Knochenmarks gestellt werden.

Zuerst wird ein Blutbild erstellt, bei dem untersucht wird, ob im Blut alle Blutzellen im richtigen Verhältnis zueinander und in der richtigen Gesamtzahl vorhanden sind. Dabei wird auch geprüft, ob die Anzahl der undifferenzierten Zellen (Blasten) im Normbereich liegt. Um die unterschiedlichen Untergruppen von weißen Blutzellen zu bestimmen, veranlasst der behandelnde Arzt ein so genanntes Differenzialblutbild (»großes« Blutbild).

Liegen die Blutwerte nicht im Normbereich, muss über das Knochenmark festgestellt werden, ob die Abweichungen durch eine Fehlproduktion des blutbildenden Systems bedingt sind. Eine Knochenmarkprobe muss untersucht werden, die durch die Punktion des Beckenkamms gewonnen wird. Liegt eine Veränderung im Knochenmark vor, kann auch der Untertyp der MDS bestimmt werden.

Besonders wichtig für die spätere Therapieentscheidung des Arztes sind auch zytogenetische Tests. In diesen wird bestimmt, ob das Erbgut der Knochenmarkzellen verändert ist. Liegen alle Ergebnisse vor, sucht der behandelnde Arzt nach der für die entsprechende Situation geeigneten Behandlungsmöglichkeit.

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