Lenalidomid (Revlimid®)
Ein Medikament zur Behandlung des Multiplen Myeloms
Auch durch Lenalidomid (Revlimid® / Celgene) konnte die Therapie der MDS entscheidend verbessert werden. Der genaue Wirkmechanismus ist hierbei noch nicht vollständig aufgeklärt; es gehört zur Klasse der immunmodulierenden Substanzen. Bei Niedrigrisikopatienten mit einem ganz bestimmten genetischen Defekt in den Blutstammzellen (del(5q)-Anomalie) bewirkt die Therapie ein 80%-iges Ansprechen in Bezug auf die Bildung roter Blutzellen.
Auch die genetischen Veränderungen der Zellen normalisieren sich zum Teil. Doch auch bei Patienten ohne diesen ganz speziellen Gendefekt reduziert Lenalidomid den Transfusionsbedarf bei etwa 26 % der Patienten (vollständige Transfusionsfreiheit), bei weiteren 17 % kam es innerhalb von klinischen Studien zu einer > 50%-igen Reduktion des Transfusionsbedarfs.
Lenalidomid ist ein IMiDs®-Wirkstoff. Lenalidomid und andere immunomodulatorische Substanzen (IMiDs) werden in über 100 andauernden klinischen Studien untersucht. Die IMiDs-Pipeline ist durch ein umfassendes urheberrechtliches Portfolio von erteilten und angemeldeten Patenten in den USA, der EU und anderen Regionen geschützt, einschließlich Zusammensetzungs- und Nutzungspatente.
In Kanada, den USA und verschiedenen lateinamerikanischen Ländern sowie in Malaysia und Israel ist Lenalidomid auch zur Behandlung von Patienten mit transfusionsabhängiger Anämie aufgrund eines myelodysplastischen Syndroms (MDS) der Risikoklasse niedrig oder intermediär-1 zugelassen, das mit einer zytogenetischen 5q-Deletionsanomalie mit oder ohne zusätzliche zytogenetische Anomalien einhergeht.
In einer Reihe weiterer Länder (u.a. Deutschland) werden Anträge auf Marktzulassung derzeit geprüft.
FDA Approves New Treatment for Myelodysplastic Syndrome (MDS) / Das FDA 2005 zu Revlimid®


