Eisenchelation

Eisenchelation bei chronischer Eisenüberladung

Im Falle einer dauerhaften Transfusionsabhängigkeit stellt die ständige Überladung des Körpers mit Eisen ein großes Problem dar. Blut enthält dieses wichtige Spurenelement, das in größerer Menge allerdings giftig ist. Die Ablagerung von Eisen in wichtigen Organen, u. a. auch des Herzens, ist gefährlich.

Neben einer Therapie mit Deferoxamin (Desferal® / Novartis), das 3–7-mal pro Woche langsam mittels Pumpensystem über viele Stunden unter die Haut appliziert werden muss, steht nun seit 2006 mit Deferasirox (Exjade®) ein oral einzunehmender Eisenchelator zur Verfügung. Hier genügt eine einmal tägliche Einnahme. Als Nebenwirkungen einer solchen Therapie sind Beeinträchtigungen des Magen-Darm-Traktes sowie ein Anstieg der Leberwerte und des Serumkreatinins möglich. Ab Ferritinwerten von > 1000–2000 ng/ml ist von einer transfusionsbedingten Eisenüberladung auszugehen und bei Patienten mit Niedrig-Risiko sollte eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden.

Patienten, die für eine allogene Stammzelltranslantation vorgesehen sind, sollten frühzeitig und konsequent behandelt werden, unabhängig vom MDS-Subtyp.

NovartisOncology bietet zu dieser Behandlungsform eigene Websites an:

www.leben-mit-transfusionen.de

irontoxicity.net

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